So, nachdem @digitalcourage es ja nicht f├╝r n├Âtig erachtet ├╝ber Regelwerke und Ereignisse zu debattieren: Es gibt wirklich keinerlei Unterschied zwischen den zentralisierten und dezentralisierten Netzwerken. #Mastodon ist genauso anf├Ąllig f├╝r Hass und Hetze. Neustes Beispiel folgende #Blockempfehlung:

@ NWOProtagonisten@kodlomrazi.ru

Was findet sich denn so dort? Ganz platt formuliert: Purer Antisemitismus in verschiedensten Variationen. Angefangen vom Profilbild.

@throgh Waren wir nicht so verblieben, dass du dir unsere Instanz-Regeln durchliest und dann Verbesserungsvorschl├Ąge machst?

digitalcourage.social/about/mo

/c

@digitalcourage Wir wollten dar├╝ber sprechen, ja. Ich hatte euch dazu etwas auch geschrieben. Hier nachzulesen: mastodon.online/@throgh/105033

@throgh Oh, was du vorige Woche schriebst, hatten wir ├╝bersehen.

Die Gedanken, die du dir machst, machen wir uns auch. ├ťber manches haben wir gebloggt: digitalcourage.de/blog/2020/co

├ťber einzelne Probleme entscheidet unser Moderationsteam, wenn sie auftreten. Niemand kann alle Probleme vorhersehen und die entsprechenden L├Âsungswege schon vorher in die Instanz-Regeln schreiben.

Einer der gro├čen Vorteile dezentraler Netzwerke ist ja, dass jede Instanz einen anderen Umgang finden kann.

@digitalcourage Okidoki: Dankesch├Ân f├╝r den Input erst einmal. Also habt ihr da ein Moderationsteam? Tauschen sich die einzelnen Moderator:Innen auch intern aus? Kann vielleicht helfen so unterschiedliche Standpunkte zu sehen. Reflektionsrunden ├╝ber schwierige Ereignisse helfen auch das eigene Verstehen voran bringen zu k├Ânnen und nicht "allein" zu verweilen wenn es harsch wird. Wichtig ist die Schutzbereiche zu wahren: Daher bin ich auch w├╝tend gerworden hinsichtlich des Profils beispielsweise.

@throgh Ja, unser Moderationsteam tauscht sich intern ├╝ber einen Jabber-Konferenzraum aus. /c

@digitalcourage Klasse daf├╝r ­čĹŹ
Finde ich toll, denn die Filterblase kann so durchl├Ąssig bleiben. Also ist "Meinungsfreiheit" immer verbunden mit Eigenverantwortung bei euch?

Nein, das sind keine Suggestivfragen. Es ist nur so, dass Manche dieser Tage ihre Redefreiheit ├╝ber Alles stellen statt auch auf die Folgen zu schauen.

@throgh Ja. Die Gr├╝ndungsgeneration von Digitalcourage hat vor langer Zeit diese Netzthesen formuliert: ameublement.de/page_id=71/

Ob sich die darin formulierten Ideen im Fediverse verwirklichen lassen, wollen wir mit unserer Mastodon-Instanz herausfinden. /c

@digitalcourage Na ja, also L├╝gen und Formulierungen wie "Das Recht auf Extremes" finde ich sehr schwierig. Ich verstehe grundlegend was die Denkweise sein soll. Aber in der Tat hat sich bereits Einiges dort als definitiv falsch oder wirklich zu gut gedacht erwiesen. Ich wei├č nicht ob ihr diesen Vortrag kennt: conf.tube/videos/watch/c28fe94

Aber wenn ich euch mit @eest9 zusammenbringe, ist vielleicht auch eine weitergehende Grundlage f├╝r gute Diskurse geschaffen. ­čîł

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@throgh Mit @eest9 haben wir schon bei @fnf einen guten Workshop zum Thema erlebt. :-)

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@digitalcourage @eest9 @fnf Wunderbar. Dann sind da ja einige Bereiche f├╝r Diskursm├Âglichkeiten. Nur kommt es mir im Moment eher noch oftmals so vor als ginge es sehr Vielen nur darum ihr "digitales Alter Ego" zu polieren und aufrecht zu erhalten. Eigenverantwortung ist da schon eher ungern gesehen - nur eine Beobachtung und Eigenerfahrung seit 2013 in den dezentralisierten Bereichen. ­čśë

@digitalcourage Ach so: Eine Anmerkung noch. M├Âchtet ihr vielleicht das Wort "Datenkrake" intern oder auch extern diskutieren? Ein entsprechender Gegenvorschlag meinerseits f├╝r den Untertitel der "BigBrotherAwards":

"Die Negativ-Oscars f├╝r das Datensammeln"

Als Idee, weil "Datenkrake" sehr stark negativ konnotiert in anderen Kontexten aufgegriffen wird. Sprache schafft Realit├Ąt! Auch eine sehr unsch├Âne Form davon wenn wir nicht auf diese achten. ­čśÇ

@throgh @digitalcourage Dass Kraken von den Nazis als Antisemitisches Symbol genutzt worden ist, ist ein Verschw├Ârungsmythos. Wir haben uns - als diese Theorien aufkamen - die M├╝hen der Recherche gemacht und die Quellen, die allenthalben genannt worden sind, widerlegt. Es gibt nur sehr wenige Einzelf├Ąlle. In so fern gehen wir auf diese Vorw├╝rfe nicht mehr weiter ein. Unsere Recherche wollen wir auch nicht ├Âffentlich machen, um diesem strukturellem Antisemitismus, der diesem Vorwurf innewohnt, nicht weiter mit Energie zu f├╝ttern.

@padeluun ├ähm, Moment: Du m├Âchtest mir also mitteilen, dass ihr eine interne Untersuchung gemacht habt aber die Ergebnisse und Erkennisse eben dieser nicht weiter teilen m├Âchtet, um strukturellen Antisemitismus nicht zu best├Ąrken? Und was sagt ihr dann dazu wenn das Juden und J├╝dinnen definitiv anders sehen?

marinaweisband.de/ueber-strukt

Nebenbei gibt es noch weitere Facetten hinsichtlich "Datenkrake", die mehr als nur fragw├╝rdig sind. @digitalcourage

@throgh @digitalcourage Wir versuchen in den Dialog zu kommen, was mit Marina leider nicht geklappt hat.

@padeluun Okay, aber ich verwehre mich im Moment auch der Beschreibung "Verschw├Ârungsmythos". Es gab die Karikatur(en) im Hetzblatt "Der St├╝rmer" und die "Krake" ist keine unschuldige Notation sondern ein Sinnbild f├╝r eine erdr├╝ckende, alles an sich raffende ├ťbermacht. Auch nachzulesen bei anderen Portalen und Blogs wie hier: juedische-allgemeine.de/politi @digitalcourage

@throgh @digitalcourage Diese ganzen Berichte haben sich alle auf eine(!) Sepla-Karrikatur gest├╝tzt, die nie im St├╝rmer stand. Sp├Ąter dann wurde die eine oder andere Krake hinzugezogen, um einen *falsche* Mythos zu sch├╝tzen. Das darf ich sicher Verschw├Ârungsmythos nennen - und finde es auch wichtig, das zu tun.

@padeluun Nun ja, es geht nicht nur um die ganzen Berichte sondern wie struktureller Antisemitismus funktioniert. Einmal davon abgesehen auch noch die anderen Facetten: Facebook beispielsweise umspannt mit Sicherheit Vieles. Aber es geh├Âren immer mehr Parteien dazu und meine Bitte bezieht sich darauf, wie sich das im aktuellen Zeitgeist einlagert. Es entbindet das Individuum von der Eigenverantwortung und solcherlei Begriffe externalisieren Problemstellungen. @digitalcourage

@padeluun Und zuletzt gibt es zahlreiche Recherchen und Aufarbeitungen, die unterschiedlichste Symboliken im Sinne des strukturellen Antisemitismus anbringen und aufzeigen. Die "Krake" ist Eines der Symbole. Das Perfide dabei ist eben besagte Externalisierung: Andere sind "verantwortlich". Das impliziert der strukturelle Antisemitismus mit seinem R├╝ckschluss auf Menschen j├╝discher Abstammung durch Bildmetaphoriken und Worte. Das m├Âchtest du "Verschw├Ârungsmythos" nennen? @digitalcourage

@throgh @digitalcourage ich spreche von dem Verschw├Ârungsmythos zur Datenkrake. Das sagt nichts ├╝ber die Darstellungen, die strukturellen und offenen Antisemitismus betreiben: Die Zuckerberg-Karrikatur in der S├╝ddeutschen Zeitung und auch "die ACTA-Krake" sind definitive NoGos. This is a Difference which makes a dfference.

@padeluun L├Ąsst aber aus, dass der Ausdruck weiterhin problematisch bleibt und es weit bessere M├Âglichkeiten gibt. Gegen eine "Datenkrake" kann ich mich fr├╝her oder sp├Ąter nicht wehren, gegen "Datensammler" durchaus schon. Es ist gleicherma├čen ein gesellschaftliches Problem, neben dem Bestandteil der problematischen Wortherkunft selbst. @digitalcourage

@digitalcourage Tats├Ąchlich und ich hoffe dass wir bei der diesj├Ąhrigen @fnf wieder eine zusammenbringen. :) @throgh

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