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Vielleicht tut sich Schule mit der Digitalisierung häufig auch deshalb so schwer, weil die Grundstruktur des Internets (vernetzt, selbstgesteuert, vielfältig ...) konträr zu klassischen, schulischen Strukturen steht (Kontrolle, gleiches Lernen zur gleichen Zeit, vorgegebene Inhalte ...). Das ist sicherlich kein neuer Gedanke, aber es wurde mir heute morgen nochmals bewusst, als ich reflektierte, wie gut z.B. Schulen mit offenen Lernformen so etwas wie eine Forscher*innenzeit mit eigenständiger Internetrecherche der Kinder umsetzen können - während für klassische Schulen so etwas oft undekbar erscheint.

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@ebildungslabor Ich glaube, du hast da einen wichtigen Punkt angesprochen. Im Grunde kann man es auf das Konzept "Bild des Kinds" herunterbrechen.

Ist das Kind wie ein Gefäß, das man mit Wissen befüllt, bei dem das Ergebnis, das in bestimmter Zeit erreicht werden soll und im Grund feststeht. Oder wird dem Kind zugetraut auch Konstrukteur seines eigenen Bildungsprozesses zu sein.

@ebildungslabor In Schulen mit offenen Lernformen werden die Lehrer überwiegend beim Träger angestellt sein. Selbst wenn der Träger nur sehr begrenzte Mittel für die Digitalisierung zur Verfügung stellen kann, findet man da kaum Lehrer, die sich beim Thema Digitalisierung auf ihren AG rausreden. Digitalisierung verändert Organisationen. Organisationen, die sich nicht ändern wollen, entwickeln Mechanismen (z.B. Ausreden erfinden) zur Verhinderung von Digitalisierung.

@ebildungslabor
Ich denke, das Problem liegt nicht in der Struktur Schule, sondern darin, dass ein im eigenen Selbstverständnis gut funktionierender Unterricht eigentlich nebenbei! neu gedacht werden muss. Und das geht nur bei Selbstausbeutung.

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