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Ich stelle in Workshops gerne Tools wie txt.fyi vor, um zu zeigen, wie man schnell, niederschwellig und ohne Registrierung Informationen ins Internet brinen kann. Nun höre ich immer mal wieder das Argument, dass man aber ja nicht vorleben sollte, so viel Datenmüll zu produzieren. Passt das Argument an der Stelle für Euch, d.h. kann jemand z.B. abschätzen, was da an Serverleistung für solch ein bisschen Text anfällt?

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@ebildungslabor
Ein Text, der über einen eindeutigen Link erreichbar ist. Das ist fast wie ein verschlüsselter Text. *hm* Ich kann schnell etwas tippen, Notizen, fertige Formulierung, ... was noch ... . Den Link muss ich irgendwie festhalten.
Wie wendet man sowas an und wofür?
txt.fyi/-/22262/384e2b91/

@Frau_Sanders Der Link ist Plattformübergreifend nutzbar und der Inhalt sieht überall gleich aus — also z.B. schnell per sms, email, toot, … verschickt.

Was das an Serverkapazität braucht hängt vom Server ab. Wenn ich mir die Struktur der Links anschaue, ist das wahrscheinlich ein Ordner und eine Datei darin; hoffentlich komprimiert. Eine Seite Text sind 1kiB an Daten, plus 4kiB für die inode. Bis zu einer Million einträgen sollte das auf dem Dateisystem effizient sein. @ebildungslabor

@Frau_Sanders Annahme: 250GiB Festplatte als backing-store ⇒ Eine Million Dateien mit höchstens 4 A4-Seiten Text brauchen etwa 4GiB Speicherplatz. Also weit weniger als auf jedem handelsüblichen Handy verfügbar ist. Geh von 3 Seiten Text aus, weil eine Minimalseite bei dem Dienst 1kiB groß ist. @ebildungslabor

@Frau_Sanders Ab 1 Million Einträge sollte umstrukturiert werden (zwei Ordner als Hierarchie, nicht nur einer), dann geht das bis eine Milliarde Einträge, braucht aber dafür dann 4 TiB an Speicher.

Dafür reicht ein Raspberry-Pi mit standard rotierender Festplatte. @ebildungslabor

@ebildungslabor Das kannte ich noch gar nicht! Gefällt mir.

Nachteile kann ich nicht erkennen. Text nimmt nicht viel Speicherplatz in Anspruch. Die so erzeugten Seiten sind tatsächlich nicht größer als nötig, also wird auch nicht viel Bandbreite im Internet verschwendet.

Auch aus Datenschutzsicht sehe ich kein Problem, denn die URL ist sehr schwer zu erraten, und ich finde keine Tracker.

Die beanspruchte Serverleistung ist minimal. Es gibt nichts sparsameres als statische HTML-Seiten ohne Extras.

@ebildungslabor Jein, sicher erstmal ein schönes gimmik aber Müll ist es schon, wenn man es genau betrachtet, auch wenn die "Müllmenge" überschaubar ist.

@ebildungslabor Unter dem Ressourcen-Aspekt gefällt mir das Tool, Markdown ist auch cool.
Es gibt keine offensichtlichen Tracker, das ist auch gut.

Was mir fehlt ist ein Impressum, eine Datenschutzerklärung, ein Geschäfts- (bzw. Finanzierungs-) modell und der Quelltext für eigene Server.

Ich habe Sorge, dass das wieder ein gehype-ter Einzeldienst ist, während z.B. Etherpad, Cryptpad oder Write Freely ähnliches leistet, transparenter ist und auch leicht auf eigener Infrastruktur laufen kann.

@ebildungslabor

Jeder Post hier - selbst ohne Tracker im Fediverse - braucht um längen mehr Ressourcen.

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