@padeluun Auf der MDR Seite findet man keinen einzigen Social Link zu freien Netzwerken. Das sogt doch schon mal einiges aus - oder?

@Heha ja. Die Sender brauchen sehr viel mehr Zuschauerpost, Dir darauf hinweist und sowas fordert.

@padeluun @Heha Vielleicht brauchen die ja "bloß" etwas "Starthilfe", damit die einen eigenen Mastodon-Server neben den Streaming/Server von ARD/ZDF aufbauen ;-)

@padeluun Sehr schade, dass sie ca. bei min. 20:30 sog. "anonyme Daten" als geeignetes Mittel gegen die von ihr vorher zutreffend benannten Gefahren für Grundfreiheiten und -rechte verkauft. Leider ein strukturelles Problem der Datenschutzdebatte, die in ihren theoretischen Voraussetzungen nicht mehr in der Lage scheint, außerhalb der vom Datenschutz*recht* vorgegebenen Kategorien zu denken. "Anonymität" bzw. "Personenbezug" hat mit der Verwirklichung der Ziele des Datenschutzes (nicht: Datenschutzrechts) nichts zu tun. Es wird Zeit, dass sich die Datenschutztheorie von den theoretischen Fesseln des Rechts emanzipiert.

@padeluun Als Beleg dafür, dass das Bewusstsein dafür bereits schon einmal ausgeprägter war, ein Zitat aus Schmidt, JZ 1974, 241: "Die integrierte Verarbeitung personenbezogener Daten ermöglicht individualbezogen die technische Reproduzierbarkeit des "inneren" Persönlichkeitsprofils und gruppenbezogen die Simulation des Konsumenten- und Wählerverhaltens, diese auch dann, wenn die Daten anonymisiert worden sind, also keinen Rückschluß mehr auf eine bestimmte Person (und deren Persönlichkeitsprofil) zulassen. [...] Die Reproduzierbarkeit seines Persönlichkeitsprofils trifft ihn stärker in seiner individuellen Abhängigkeit als Arbeit- und Kreditnehmer oder als Empfänger öffentlicher Leistungen; die Simulation eines Gruppenverhaltens trifft auch jedes einzelne Gruppenmitglied in seinen Entscheidungsmglichkeiten als Konsument von Waren- oder Dienstleistungen oder als Element der politischen Willensbildung. Wenn der einzelne sich persönlich in seinem Verhalten beobachtet und registriert weiß, wird er sich mehr oder weniger bewußt darauf einstellen und sich den von ihm erwarteten Erwartungen anpassen. Auch wenn er sich in der Anonymität einer Gruppe unbeobachtet und in seinen Entscheidungen insoweit frei fühlen mag, werden doch längst die Angebote den charakteristischen Reaktionen der Gruppenmehrheit angepaßt, während Außenseiter in der Gruppe unter den entsprechend vereinfachten Alternativen (der Konsumgüterausgestaltung, der personellen und sachlichen politischen Wahlvorschläge) kaum noch eine eigene Entscheidungsmöglichkeit haben. Zusätzlich zu dieser Art der Konsumsteuerung kann der einzelne auch als Gruppenmitglied durch einen entsprechenden Wechsel von "Belohnung" und "Strafe" in Lernsituationen gebracht werden, in deren Ablauf bestimmte Verhaltensweisen bestärkt, andere zurückgedrängt werden." (S. 245)

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