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Die Bahn hat jetzt den Spleen, dass man im Zug keine Tickets mehr kaufen kann. Nur noch per App. Die App, die so viele Daten sammelt, dass @digitalcourage und @kuketzblog ein Ultimatum gestellt haben. Was schert die Bahn ihr Service?

@reticuleena Die Website geht noch als Notlösung auch am Smartphone, falls 1 keine proprietäre App aus dem Playstore nutzen kann oder will.

@schmittlauch Die Online-Buchung hat auch immer so unverschämt viele Daten von mir verlangt, dass ich bei der Kontoanmeldung immer schon abgebrochen habe.
Und Menschen, die kein Smartphone nutzen (weils sies nicht können, wollen oder weil sie z.B. mit digitaler Gewalt zu tun haben) können so natürlich auch nicht ausweichen.
Ich warte nur drauf, dass sie die Automaten abschaffen, damit wir endlich alle brav unsere Daten aushändigen.

@reticuleena @schmittlauch Dann Kauf dein Ticket halt am Automaten.
Im Nahverkehr kann man üblicherweise auch nicht im Zug kaufen

@Albert180 @schmittlauch Hab ich. Ich wollte ein Aufwertungsticket, weil die zweite Klasse völlig überlaufen war. Geschäftstüchtig ist das nicht, wenn der Kunde einen teureren Tarif bezahlen will, ihm den nicht zu verkaufen.
Und btw. gibt es halt Notfalle wie Ticket verliren oder so. Im ÖPNV kann ich nächste Station aussteigen, das geht in der Bahn nicht mal so einfach.

Und noch ein letzter Kommentar: "Kauf halt / Mach halt xyz" ist ne Art der Kommunikation, die ich von Twitter kenne (obwohl selbst da keine Antwirt mit so herablassendem "Tonfall" kam) und nicht mag. Schreib mir halt keine Nachrichten, wenn du nur solche Sprüche hast.

@reticuleena Das Aufwertungsticket ist in der Tat ein relevanter use case.

Abgesehen davon ist aber auch die Möglichkeit der Automatennutzung im Fernverkehr oftmals schon ein finanzielles Privileg, da eben Sparpreise auch schon super lange nur personengebunden und via Website/ App erhältlich waren. Sich ein anonymes Fernverkehrsflexpreisticket am Automaten holen zu können, muss 1 sich auch leisten können. :(

@schmittlauch @reticuleena Zumindest am Schalter mit hinreichend Vorlauf kann auch Sparpreise bekommen.

@schmittlauch @reticuleena … und über die Mobilitätszentrale für Menschen mit Einschränkung via z. B. Telefon geht's auch

@frlan @schmittlauch Das ist für Leute praktikabel, die ein Mal im Jahr fahren. Aber nicht für häufige Fahrten. Der Aufwand, jedes Mal extra zum Bahnhof zu fahren ist einfach zu hoch.

@frlan @schmittlauch @reticuleena
Beim letzten Schalterkauf eines Flextickets wurde auch versucht, mit ein personengebundenes Online-Ticket auszustellen. Erst bei bitte um ein nicht-personengebundenes Ticket wurde mir angeboten, ein klassisches Ticket zu erstellen, was laut Aussagabe der Mitarbeiterin nur noch bis Jahresende möglich sein soll 😞

@benedikt @schmittlauch @reticuleena Keine Flextickets am Schalter mehr? Das ist eine ehr unglückliche Idee. Mal beim nächsten Mal nachfragen und direktes Feedback geben.

@benedikt @frlan @schmittlauch Inwiefern? Nur am Schalter oder auch am Automaten? Hat sie das begründet?

@reticuleena @frlan @schmittlauch Die Aussage bezog sich nur auf den bedienten Verkauf. Wie es mit Automaten aussieht oder was die Gründe sind, habe ich nicht erfragt.

@reticuleena @schmittlauch Neeee, die werden abgeschafft, weil's billiger ist und "jeder ein Smartphone hat" ;)

@frlan @reticuleena @schmittlauch

Einige Fahrkarten kann man schon jetzt nicht mehr an Automaten kaufen.

@reticuleena Klar, ich finde das Verhalten der Bahn auch nicht gut, war nicht als Absolution sondern Notfallworkaround gedacht.
Generell ist auch ein Problem, dass nur zwischen Menschen komplett ohne Smartphone und jenen mit − die dann aber auch *allesamt* natürlich kein Problem mit überwachungskapitalistischen Monopolproprietärstores haben.
->

@reticuleena Und das ist finde ich ein Problem, da so nur zwischen “Digitalisierte" und “nicht Digitalisierte” unterschieden wird und somit per Definition Digitalisierung die Akzeptanz solcher Praktiken umfasst.

@reticuleena @digitalcourage @kuketzblog Du solltest eigentlich problemlos ein Ticket auch über www.bahn.de kaufen können.

@reticuleena @digitalcourage @kuketzblog Gerade geguckt: geht bis 10 Minuten nach Abfahrt (und ist übrigens schon seit Jahresbeginn so)

@reticuleena Da ich primär Fernverkehr fahre, habe ich Fahrkarte und Reservierung (!) eigentlich immer vorher, war daher noch nie ein Thema für mich.

@teezeh Und wenn das Zugticket mal verloren geht? Oder das Handy mit Ticket drauf den Geist aufgibt? Dass es für Notfälle die Option braucht, im Zug ein Ticket zu lösen, ist dich offensichtlich.

@reticuleena So offensichtlich finde ich das nicht. Wenn ich meine Eintrittskarte für eine Veranstaltung verliere, komme ich halt nicht rein. Ich hoffe aber natürlich, dass sich für deinen Notfall eine unbürokratische Lösung mit dem Zugpersonal gefunden hat!

@teezeh Auch das wird immer problematischer, je mehr Tickets auf dem Handy liegen. Das kann ja auch unverschuldet verloren gehen.

@teezeh Eine Bahn ist aber keine Veranstaltung, und eine Fahrkerte keine Eintrittskarte — auch wenn beides „Ticket“ genannt wird. Das Recht, mit der Bahn zu fahren, steht sogar im Grundgesetz. Dann darf es nicht daran hängen, ob man ein Smartphone hat, oder eine Kreditkarte.
Der einzige Grund, keine Fahrkarten mehr im Zug zu verkaufen ist: Die Bahn spart sich den Drucker in den Geräten. @reticuleena

@kirschwipfel In den Flieger kommst du auch nicht ohne „Ticket“. Das Recht, mit der Bahn zu fahren, steht im GG? Artikel bitte. Die Neuregelung bei der DB hat übrigens auch Ihr Gutes: Kein Bordzuschlag mehr (das waren 17 EUR zuletzt) > augsburger-allgemeine.de/wirts

@teezeh Flieger ist nicht Bahn und steht auch nicht im Grundgesetz.

GG Art. 87e: „(4) Der Bund gewährleistet, daß dem Wohl der Allgemeinheit, insbesondere den Verkehrsbedürfnissen, beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes der Eisenbahnen des Bundes sowie bei deren Verkehrsangeboten auf diesem Schienennetz, soweit diese nicht den Schienenpersonennahverkehr betreffen, Rechnung getragen wird. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.“

gesetze-im-internet.de/gg/art_

@teezeh Der Bordzuschlag war schon immer einen Sauerei. Und zu sagen, er sei „abgeschafft“ ist ja wohl Verdummung, wenn der gesamte Fahrkartenverkauf abgeschafft wurde.

@teezeh @kirschwipfel Na die Wahl würde ich ja gerne noch selbst treffen, ob ich den Zugaufschlag zu zahlen bereit bin. Die andere Alternative ist nämlich: Schwarz fahren und den doppelten Betrag zahlen. Da bevorzuge ich den Zugaufschlag.

Eigentlich ist diese Diskussion am Kern der Sache vorbei: vor 20, 25 Jahren konnte man in jedem Zug die Fahrkarte nachlösen — ohne irgendeinen Zugaufschlag. Damals war das schlicht eine Service. Und huete diskutieren wir, ob man ohne Ticket einsteigen darf und ob ein Zugaufschlag okay ist.
Wir diskutieren also, ob es okay ist, dass die Bahn nur noch einen Bruchteiul dessen leistet, was sie noch vor ein paar Jahren und über viele Jahrzehnte hinweg problemlos geleistet hat. @reticuleena @teezeh

@kirschwipfel @teezeh Sinkender Service bei steigenden Preisen und diversen heimlichen Preiserhöhungen: Seit Jahren ein unsäglicher und sich immer weiter schraubender Trend bei der Bahn.

@kirschwipfel @reticuleena So lange ich mich erinnern kann (50+ Jahre), habe ich Fahrkarten immer vor Fahrtantritt gekauft. Grundsatzkritik an der Privatisierung, die hier vermutlich die Ursache ist, trage ich aber natürlich mit.

@kirschwipfel This. Das Gleiche mit der Post. Die Privatisierung ist die Pest. @reticuleena @teezeh

@kirschwipfel @reticuleena @teezeh Wobei ich es so kenne, dass dieses Nachlösen im Zug ein kostenpflichtiger Service war, wenn am Bahnsteig ein Fahrkartenautomat stand und man proaktiv den Kontrolleur aufsuchen musste.

@ThemenShowDE Nein, früher konnte man schlicht die Fahrkarte im Zug lösen - ohne Zuschlag. Das war schlicht Service.
@reticuleena @teezeh

@kirschwipfel @reticuleena @teezeh Vielleicht war das regional verschieden... oder ein anderes "früher" ;-)

@ThemenShowDE @kirschwipfel @teezeh Im jüngeren "früher" stimmte das mit dem Aufpreis. Aber nicht die Bedingung, dass der Automat am Bahnhof kaputt gewesen sein musste. Und im ICE musste man auch nicht proaktiv den Schaffner suchen.

@kirschwipfel @teezeh @reticuleena spart sie nicht mal. Fahrpreisnacherhebungen (Strafe wenn man kein Ticket hat) muss sie ja trotzdem ausstellen können

@reticuleena
Tja, schade, dann Fahrrad, zu Fuß oder eben Auto, sie wollen es so.
@digitalcourage @kuketzblog

@reticuleena @digitalcourage @kuketzblog Und es gibt auch noch Leute ohne Smartphone, die haben jetzt keine Möglichkeit mehr unkompliziert an ein Ticket zu kommen

@sothawo @reticuleena @digitalcourage @kuketzblog Die werden davor bestimmt auch nicht jedes Mal 19€ Bordpreis bezahlt haben.
Da lohnt sich dann der Gang zum Automaten oder die Anschaffung doch für die meisten

@reticuleena Ein Ultimatum ist etwas was einschüchtern soll, aber die Bahn juckt doch so nen Sicherheitsforscher nicht?

@reticuleena Juckt das die Bahn auch nicht. Genau so wie dass sie verklagt wurden dass sie keine nicht männliche oder weibliche Anrede anbieten.

@f2k1de Sind halt "too big to fail". Aber wir brauchen sie so dringend in attraktiv für die Verkehrswende.

@Rocket @digitalcourage @kuketzblog Wenn man Netz hat. Und wenn man bereit ist, die Unmengen an Daten abzugeben, die mal allein für das Benutzerkonto benennen muss.

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