Follow

Nachdem wir auf unserer Instanz digitalcourage.social ein Jahr lang ausgiebig getestet haben, öffnen wir sie heute für die Öffentlichkeit.

Kommt mit uns ins und hört auf, euch von Tech-Giganten ausforschen, ausbeuten und aufhetzen zu lassen!

digitalcourage.de/blog/2018/ko

Im Fediverse gibt es Alternativen zu Twitter, Facebook und Instagram, und sie sind keineswegs menschenleer.

Das Fediverse ist selbstverwaltet, und unsere Mastodon-Instanz ist ein Teil davon – mit eigenen Regeln.

Wir berechnen für jeden Account 1€/Monat uns sorgen so dafür, dass unser Mastodon-Server langfristig erhalten bleibt und bei Bedarf mit den Anforderungen wachsen kann.

/c

Wir berechnen für jeden Account 1€/Monat uns sorgen so dafür, dass unser Mastodon-Server langfristig erhalten bleibt und bei Bedarf mit den Anforderungen wachsen kann.

🤔

@digitalcourage

Eine Superidee. Gemeinsam gegen das wachsende IT-Prekariat! ;)

@digitalcourage

Die Formulierung war vlt. etwas verstolpert. Aber daran ist der drohende ICE-Ausstieg und die Schaukelbewegung bei der Einfahrt in den Bahnhof schuld. Ich kann nix dafür, also:

Es ist unlauter, Leistungen in Anspruch zu nehmen ohne einen Gegenwert - und sei dieser nur symbolisch - zu liefern.

@textbook

So weit muss man nicht gehen. Sagen wir es wie die alten Perl-Programmierer.innen: „There is more than one way to do it.“ /c

@digitalcourage

Es ist also korrekt, für die Nutzung einer Plattform einen Beitrag zu erheben und ich hoffe sehr, dies macht Schule und führt nicht zu Diskussionen oder feiger (!) Abwanderung.

Viel zu oft habe ich auf Mastodon den Eindruck, daß sich Leute für'n Appel und'n Ei verdingen und sich selbst um Kleinstaufträge Konkurrenz machen.

Diese Fehlentwicklung muß schnellstens ein Ende finden und dieses Ende beginnt im Kopf der Nutzer, also von UNS ALLEN, nicht?

@textbook @digitalcourage

1/2
Ich glaube, das ist weniger ein Problem von Mastodon, sondern eines, das man auch auf anderen Communities beobachten kann, ein gesellschaftliches Problem.

Es muss alles möglichst preisgünstig sein (sieht man ja auch an Billig-Klamotten, Billig-Fleisch usw.), am besten kostenlos und jede/r ist sich selbst der / die Nächste....

Natürlich ist es legitim, für eine Plattform, die man betreibt, auch eine Nutzungsgebühr zu erheben..

Die Frage ist nur

2/2 folgt

@textbook @digitalcourage

2/2
Die Frage ist nur, ob man damit nicht den bekannten Communities wie Facebook oder Twitter etc. in die Hände spielt, denn diese sind nach wie vor kostenlos.

Und das wäre dann vermutlich auch ein Argument für viele, wieder dorthin zurück zu gehen oder gar nicht erst - eventuell probehalber - von dort weg.

@Urmeline @textbook
Das Gute ist: Ihr habt im Fediverse die freie Wahl, welche Instanz ihr wählt. Bei Missfallen könnt ihr jederzeit umziehen. Dass alle oder nur ein Großteil der Instanzen in naher oder ferner Zukunft auf ein Bezahlmodell umstellen, ist ohnehin mehr als unwahrscheinlich.
@digitalcourage

@CryptGoat @textbook @digitalcourage

1/2
Das stimmt durchaus.
Aber es ist eben ein Mosaiksteinchen im großen Ganzen.

Viele Instanzen sind für Neuanmeldungen gesperrt, man kommt nur über Umwege rein.

Etliche Instanzen wurden schon wegen "Überlastung" der Admins aufgegeben.. oder werden, sobald sie eine bestimmte Grüße erreichen, für neue Anemdlungen gesperrt.

Ich habe auch schon erlebt,

@Urmeline @digitalcourage

Es gibt keine kostenlosen Plattformen aber Menschen, die dies glauben, gehen sicher immer den Weg des niedrigsten Preises.

Wem das einleuchtet und wer deshalb seinen mentalen/emotionalen/körperlichen Intimbereich geschützt sehen möchte, den werden mtl. €1,-- nicht davon abhalten, sich im Fediverse umzusehen.

@textbook @digitalcourage

Das sind aber die wenigsten.

Denn die meisten der FB WhatsApp etc. Nutzenden, denen ist Privatsphäre völlig schnurz, die interessiert nur, dass sie ihre "Freunde" dort haben, möglichst viele Likes für ihre Bilder einstreichen können und sonst nichts.

Viele von ihnen denken sowieso, dass "die" eh schon alle Daten von ihnen haben oder sie nichts zu verbergen haben.

Das Problem sind weniger die Communities als die Menschen, die diese nutzen.

@Urmeline

Die Entwicklung hin zu digitaler Reife haben viele #digitalNatives sicher noch vor sich. ;)

Gleichwohl vertraue ich auf den ausreichend gebildeten und sprachkompetenten Teil der Nutzer, die jetzt erst langsam ihre Lebenszeit dem digitalen Verkehr anvertrauen und nicht im Traum daran denken, dafür Twitter etc. zu nutzen.

@digitalcourage

@textbook @digitalcourage

Und wenn ich mir so das Niveau der Beiträge z. B. auf FB anschaue und die Art der Nutzenden, zu formulieren (kaum noch grammatikalisch richtige Sätze usw.), dann muss ich sagen, dass ich immer mehr den Eindruck bekomme, dass immer weniger Menschen intellektuell in der Lage sind, zu erfassen, was da mit ihrer Privatsphäre und ihren Daten geschieht.

Wenn einer falsch parkt oder keine Maske trägt, da wird penibel darauf geachtet, aber Privatsphäre etc. ist zu oft egal.

Was stellt Ihr Euch, @Urmeline @textbook , denn vor? Mastodon bildet nach wie vor Randinteressen ab. Jede/r, der/die auf Facebook/Instagram/[insert random service] ist, interessiert sich für den medialen Mainstream. Lustige Bildchen und irgendeinen Crap von Freunden und Verwandten. Für die absolute Mehrheit der Bevökerung in Zentraleuropa ist €1 für eine Mastodon-Instanz eine Zahlung auf mangelnden (mangelhaften) Content.

@digitalcourage

Versteht mich nicht falsch - ich finde das Fediverse eine gute Sache und bin bei keinem der o.g. Dienste - außer Twitter, ohne dass ich dienstliche Kontakte schlicht nicht pflegen könnte. Das ist natürlich entfernt ähnlich zu den Whatsapp-Argumenten, aber ich habe weder die Zeit noch die Muße, die ganze Blase von Mastodon zu überzeugen. Natürlich kostet die Infrastruktur. Wer die Kosten reinholen will, muss dann (1/2)

@Urmeline @textbook @digitalcourage

damit leben, dass eben nur Enthusiasten auf den Plattformen verbleiben. Die Mehrheit erreicht man schon mit kostenpflichtigen (und wirklich wertvollen i.S. des Angebots-Nachfrage-Verhältnisses) E-Mail-Providern nicht. Es ist einfach unmöglich, Menschen davon zu überzeugen, etwas zu kaufen, was sie ohnehin nicht wünschen. (2/2)

@Urmeline @textbook
@digitalcourage

Wichtiger Nachtrag: @digitalcourage ist natürlich absolut unterstützenswert, auch und gerade finanziell. Der eine Euro bewirkt aber meiner Ansicht nach an anderen Stellen deutlich mehr als in einer Mastodon-Instanz.

@Urmeline @textbook

@hertog_luuk

Ich denke, es ist an der Zeit, sich ein belastbares Bild von den "Mehrheiten" zu machen. Dafür muß der Topos #digitaleReife in den öffentlichen Diskurs infiltrieren und, mit Methoden von #Marktforschung und #Datascience, für jeden unübersehbar als neues Thema mit #Sexappeal ins #Rampenlicht gestellt werden.

Dies ist erreichbar, wenn die #Avantgarde des #Fediverse @digitalcourage @Urmeline - 1/2

@digitalcourage @Urmeline @hertog_luuk

Gute PR hinterläßt eben ihre mentalen Spuren. ;) An die Vorstellung des *ersten* BBA an die Payback-Card auf dem CCC in Berlin kann ich mich noch lebhaft erinnern.

Jedesmal wenn ich an einer Kasse nach dieser Karte gefragt werde flammt das wieder auf.

@digitalcourage Was mich interessieren würde: Was hat euch für Mastodon und gegen Pleroma (das den Ruf hat, leichtgewichtiger zu sein) entscheiden lassen?

@beedaddy

Wir haben zuerst von Mastodon gehört und später von Pleroma. Was wir später erfuhren, hat uns nicht zum Umschwenken gebracht, denn:

– Der Technologiestapel von Mastodon ist ausgereifter und hängt nicht von einer exotischen Programmiersprache ab.

– WIr haben erfahrene SysAdmins, für die der Betrieb von Mastodon keine große Herausforderung ist.

– Der Hauptentwickler von Mastodon ist ein umgänglicher Mensch, der Anregungen aufnimmt, statt in Beschimpfungen auszubrechen.

/c

@digitalcourage @beedaddy
Elixir ist doch im Prinzip einfach nur Erlang in einem anderen Gewand.
preslav.me/2020/09/06/elixir-i

Freut mich jedenfalls, dass das Fediverse somat weiter wächst. 🙂

@digitalcourage @beedaddy na, da hoff ich mal das ihr nächstes mal bessere erfahrungen macht :)

@digitalcourage wie handhabt ihr spam bots? Ich habe aktuell fast täglich einen Bot der sich immer wieder neu anmeldet.

@digitalcourage ja leider gibt es keine wirklich schöne Platform wo sich Administratoren austauschen können.

@Tealk @digitalcourage ich richte gerne eine Mailingliste dafür ein. (Nein, kein „Online-Forum“ ;)

@padeluun @digitalcourage es müsste halt irgendwie was aktives sein, ich kenne einen element kanal aber da ist halt nix los

@padeluun @digitalcourage @Tealk Ah... hast den also auch schon gefunden... nunja... ;)
@digitalcourage @Tealk Es gibt '#mastodon admin:matrix.org' und, oehm, es ist nicht ueberlaufen, um das mal so auszudruecken... ;)

@digitalcourage
super Sache!

Wie läuft das mit der Abrechnung? Gibts ne Rundnachricht an alle user, dass es wieder Zeit für ne Spende ist, oder wie habt ihr das umgesetzt?

@nuron Vor der Freischaltung bitten wir per E-Mail und Online-Formular um eine SEPA-Lastschrift. /c

@digitalcourage
Ah okay. Und wenn dann der Account entfernt wird, kann dieses dann nach Absprache entfernt werden?

Klingt doch nach einem Plan!

@nuron Wenn jemand kündigt, wird natürlich auf dieses Lastschriftmandat ungültig. /c

@digitalcourage War es nicht schon laenger moeglich,sich Accounts zu erkaufen?Also ich hab dieses Konzept auf jeden Fall schonmal gesehen.Ich dachte,das war bei euch.Naja,ich persoenlich finde es nicht besonders schoen.Klar,sowas kostet Geld,aber ich finde,auch Leute mit wenig Geld oder ganz ohne eigenen Verdienst sollten die Moeglichkeit haben,an sozialen Medien teilzuhaben.Da finde ich das Konzept der freiwilligen Spende deutlich besser,auch wenns leider nicht bei jeder Instanz ausreicht.

@nipos @digitalcourage Also es gibt ja nun reichlich kostenlose Instanzen, wo man sich registrieren kann. Niemand muss sich bei DC registrieren und dafuer etwas bezahlen. Die, die das machen, werden gute Gruende dafuer haben. Der Betrieb von Servern kostet halt Geld und ich finde es gut, dass DC den Weg des Bezahlens fuer den Dienst gewaehlt habe, denn als Spender (oder Foerdermitglied) moechte ich mein Geld ja lieber fuer die politische Arbeit eingesetzt sehen als fuer das Betreiben eines sozialen Netzwerks.

@nipos @digitalcourage Das ist grundsätzlich richtig. Aber das muss man dann eben durchdenken.

Welchen Anteil machen diejenigen aus, die sich diese 12 €/a nicht leisten können?

Könnte man das auch über z.B. Patenschaften lösen, also für jemand anderes die Accountkosten übernehmen? Dies z.B. entweder direkt oder anonym (was dann einen Pool von x freien Accounts bildet).

Ich denke, da besteht Potential und hier gibt es viele schlaue Gehirne...

@encarsia @digitalcourage Ich finde die Idee nicht schlecht,aber unbuerokratischer ist natuerlich das klassische Spendenmodell.Dann spendet beispielsweise einer 5 Euro,dafuer haben dann 5 Leute Platz auf dem Server.

@nipos @digitalcourage Ja, beides birgt IMHO seine Vor- und Nachteile.

Anonymer Pool: Gefahr des Mitnahmeeffekts, Bestandsschutz bei zurückgehenden Einnahmen?

Direkte Übernahme: bürokratischer Aufwand, Zurückverfolgbarkeit (zumindest vermutet) einer persönlichen Verbindung (Daten-/ Persönlichkeitsschutz)

Ich finde es auf jeden Fall richtig, offensiv die Kostenfrage zu thematisieren, denn _irgendjemand_ bezahlt immer für eine Instanz (TANSTAAFI).

@Gargron @digitalcourage wäre soweit nicht schlimm gewesen. Anders rum ist deine Instanz eh überlaufen, so muss man zusehen, dass andere Server dauerhaft überleben

@digitalcourage

Ich sehe die Finanzierung der Instanzen als Knackpunkt. Es ist leider nicht dauerhaft und einheitlich geregelt. Viele Gelder fließen freiwillig in die Instanzkassen, wobei mir persönlich der nahezu werbefreie Betrieb am besten gefällt.

Darf ich fragen, wie ihr auf diesen einen Euro/Account kommt? lg

(Bei einer zu erwartenden 10 000'er Instanz sind das immerhin 120 000, - Euro im Jahr 🕵️‍♂️)

cc @Gargron

@kranfahrer @Gargron

Wir empfehlen auf unseren Webseiten zur Digitalen Selbstverteidigung seit vielen Jahren posteo.de und mailbox.org. Kann sein, dass deren Preise uns inspiriert haben.

Übrigens sprechen wir von einem Kostenbeitrag, weil die Einnahmen – jedenfalls bisher – die Kosten nicht decken. Mit 10.000 Usern rechnen wir eigentlich nicht, aber wer weiß!

/c

@digitalcourage

... wenn das Miteinander passend ist und der/die Admins ihre Instanzpflege (Arbeit) profesionell gestalten, dann sind durchaus diese Mitgliederzahlen realistisch. (denke ich)

Die Tatsache mit einem e. Verein als Instanzbetreiber zu arbeiten finde ich eine ausgezeichnete Idee und sollte Schule machen.

Viel Erfolg weiterhin! 😄

@kranfahrer @digitalcourage @gargron Also ich finde das eine gute Idee, um mit der Kohlen evtl. auch die Vereinszwecke zu unterstützen (bin bisher kein Mitglied).
Oder sind Quersubventionen von Instanz zum Verein ausgeschlossen?

@nurinoas

Der Vereinszweck kann ja auch nur die Instanz sein mit seinen Nebenangeboten.

Ich meine, dass die Finanzierung der Instanzen Teil des Fundamentes darstellt. Es wird hier meist auf ausreichende Spenden gehofft um bis in den nächsten Monat zu kommen. Es mag gut finanzierte Teile des Netzwerkes geben... aber ich sehe da nur Ausnahmen.

Wo ist der werbefreie Standard?

@digitalcourage @Gargron

@digitalcourage

Gute Frage von Dir, @Defender ! 👍

Folge-Frage von mir: und von welchem #Stromanbieter ?! (Erinnerung: auch #RWE verkauft "'#Ökostrom")

Delete+Re-draft:
+ #greenfediverse !

cc @greenfediverse

@digitalcourage

Geil!
Perfekte Antwort, besser geht's nicht!

-> Der Hoster #teuto.net bezieht #Ökostrom von #GreenpeaceEnergy. Top! 👍

@digitalcourage

Wow, sehr, sehr cool, danke!

Und der "#Posteo-Preis" von 1 € /Monat macht auch Sinn. (Mein #SocialMedia-Account ist ungefähr genauso wichtig wie meine E-Mail, darf also auch so "viel" kosten. 👍 )

Sign in to participate in the conversation
digitalcourage.social

The social network of the future: No ads, no corporate surveillance, ethical design, and decentralization! Own your data with Mastodon!